Mehr als 100 Jahre Frauenwahlrecht und noch lange nicht am Ziel.

Seit 1919 dürfen Frauen in Österreich wählen und gewählt werden. Doch formelle Gleichberechtigung ist nicht dasselbe wie gelebte Gleichstellung . Wir sind da, um das zu ändern.

Jetzt Teil der Bewegung werden
Erste Wahl für Frauen in Österreich 1919
1907

Ein Rückschritt

Mit der Einführung des allgemeinen Männerwahlrechts verloren Großgrundbesitzerinnen das Stimmrecht, das sie zuvor bei Reichsratswahlen besessen hatten. Ein Paradoxon der Geschichte.

19. März 1911

Der erste Internationale Frauentag in Österreich

Rund 20.000 Frauen demonstrierten auf dem Wiener Rathausplatz für ihre politische Mitbestimmung – inspiriert vom Aufruf Clara Zetkins . Das Wahlrecht rückte ins Zentrum der Frauenbewegung.

12. November 1918

Der historische Beschluss

Mit der Gründung der Ersten Republik wurde das allgemeine und gleiche Wahlrecht für alle Bürgerinnen und Bürger beschlossen – unabhängig vom Geschlecht.

16. Februar 1919

Der erste Wahltag

Frauen wählten und wurden gewählt. Acht Frauen zogen als erste Parlamentarierinnen ins Hohe Haus ein. Die Wahlbeteiligung war historisch hoch.

Heute, 2026:
Wo stehen wir wirklich?

Die formelle Gleichstellung ist Realität. Die tatsächliche Repräsentation von Frauen in Politik und Wirtschaft erzählt eine andere Geschichte.

34,97%
Nationalrat

64 von 183 Abgeordneten sind Frauen. Fast ein Drittel, doch noch lange nicht die Hälfte.

38,33%
Bundesrat

23 von 60 Mitgliedern sind Frauen. Näher dran, aber kein Gleichgewicht.

16,7 % bis 50 %
Landtage: Große Unterschiede

Von 16,7 % in Kärnten bis 50 % in Vorarlberg – je nach Bundesland variiert die Repräsentation extrem.

12,8%
Wirtschaft: Alarmsignal

In den Vorständen der ATX-Unternehmen lag der Frauenanteil Anfang 2026 bei 12,8 % – deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 24 %.

Aufsichtsrat

Positive Entwicklung

April 2026:

Der Bundesrat hat eine verpflichtende Frauenquote von 40% für Aufsichtsräte börsennotierter Unternehmen beschlossen. Umzusetzen war bis Ende Juni 2026. Ein wichtiger Schritt, dem weitere folgen müssen.

Frauenanteil im Nationalrat nach Fraktion

GRÜNE 56,25 %
NEOS 44,44 %
SPÖ 39,02 %
ÖVP 35,29 %
FPÖ 22,81 %

* Quelle: Parlament Österreich , März 2026

Gleichstellung ist kein Selbstläufer
und sie braucht uns alle.

Zahlen zeigen Fortschritte, aber auch klare Lücken. Weder in der Politik noch in der Wirtschaft spiegelt die Führungsebene die gesellschaftliche Realität wider. Das ist kein Schicksal. Das ist eine Entscheidung. Und Entscheidungen können geändert werden.

Diese Seite steht für alle Frauen, die gehört werden wollen. Für alle, die Netzwerke suchen. Für alle, die Veränderung nicht nur fordern, sondern mitgestalten.

Informieren

Wissen ist Macht. Verstehe deine Rechte, die aktuelle politische Lage und die Hebel, an denen wir gemeinsam ziehen können.

Vernetzen

Du bist nicht allein. Schließ dich Organisationen, Netzwerken und Initiativen an, die Frauen in Österreich aktiv stärken.

Handeln

Werde sichtbar. Kandidiere, engagiere dich, unterschreibe, demonstriere – jede Stimme zählt.

frauenwahlrecht.at sagt Danke für die Unterstützung!

Ein herzliches Dankeschön an Jeans Meile ( bekannt aus RTL ) für die großzügige Unterstützung dieser privaten Initiative. Denn die moderne Frau von heute kann günstige, aktuelle Mode, z.b. Mac Jeans für Damen online bestellen.

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Gemeinsam stärker:
Diese Organisationen kämpfen für dich

Österreich hat eine starke, vielfältige Frauenbewegung. Hier sind die wichtigsten Anlaufstellen, Netzwerke und Initiativen, die du kennen solltest.

Österreichischer Frauenring

Der größte Dachverband von Frauenvereinen in Österreich. Er bündelt die Kräfte zahlreicher Organisationen und vertritt deren Interessen auf höchster politischer Ebene – für tatsächliche Gleichstellung in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft.

frauenring.at

ega: frauen im zentrum

Ein politisches und kulturelles Zentrum in Wien. Raum für Vernetzung, Ausstellungen, Lesungen und Diskussionen zu aktuellen frauenpolitischen Themen. Für alle, die Denken und Handeln verbinden wollen.

ega.or.at

Business and Professional Women (BPW) Austria

Teil eines der größten internationalen Frauennetzwerke. BPW setzt sich für Equal Pay, Lohntransparenz und die Förderung von Frauen in Führungspositionen ein – mit regionalen Clubs in ganz Österreich.

bpw.at

Weitere wichtige Institutionen

AK Wien – Frauenpolitik

Arbeitnehmerinnen-Interessen, Lohngleichheit und Berufseinstieg

arbeiterkammer.at

Bundeskanzleramt – Frauen & Gleichstellung

Offizielle Politik und Förderungen

bundeskanzleramt.gv.at

WAGE – Plattform für Lohngerechtigkeit

Transparenz und Daten zu Gender Pay Gap

wage.at