Die Wahlzelle

„Sie meinen es politisch!“ 100 Jahre Frauenwahlrecht vor Ort

Eine Ausstellung entsteht: Die Wahlzelle als Modell (Foto: frauenwahlrecht.at)

Die Einführung des aktiven und passiven Frauenwahlrechts in Österreich im Herbst 1918 bildete einen Meilenstein in der Auseinandersetzung um Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern.

In Erinnerung daran, dass Frauen vor 100 Jahren das Recht der politischen Mitbestimmung erreicht haben, erzählt diese Ausstellung in Form einer Wahlzelle von den historischen Zusammenhängen zwischen der Republiksgründung 1918 und der damit einhergehenden Einführung des Frauenwahlrechts.

Neben dem Kampf von Frauen um ihr Wahlrecht in der Monarchie werden auch verschiedene Formen der politischen Teilhabe von Frauen in der Ersten und Zweiten Republik gezeigt: Wählerinnen und Politikerinnen werden ebenso in den Blick genommen wie die Praxis des Wählens, Ausschlüsse vom Wahlrecht und die Abschaffung von politischen Rechten im Austrofaschismus und Nationalsozialismus.


Zum Republiksjubiläum tritt die Wahlzelle ihre Wanderschaft an

Ab November ist die Wahlzelle an mehreren Standorten in Österreich zu sehen. Auf ihrer Reise durch die Bundesländer wird sie mit Objekten aus der Regionalgeschichte ergänzt – so wird das Frauenwahlrecht mit Aspekten im örtlichen Lebensumfeld verbunden.

Ein Projekt der Österreichischen Gesellschaft für Zeitgeschichte (ÖGZ) und des Johanna Dohnal Archivs und des Kreisky-Archivs in Kooperation mit:

Bundeszentrum für Geschlechterpädagogik und -forschung
Frauenbüro Stadt Salzburg
Frauenmuseum Hittisau
Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich
Pädagogische Hochschule Salzburg Stefan Zweig
Rollettmuseum Baden
Stadtarchiv Salzburg
Universität Wien
Universitätszentrum für Frauen- und Geschlechterstudien Alpen-Adria Universität Klagenfurt
Volkskundemuseum Wien

Die Wahlzelle wurde am Mittwoch, 31. Oktober 2018, im Rahmen des Festakts „100 Jahre Frauenwahlrecht“ in der Universität Wien präsentiert (Bericht nachlesen). Daran anschließend wird die Wahlzelle bis 22. November im Foyer der Hauptuniversität ausgestellt.