Frauenwahlrecht.at ist ein interdisziplinäres Projekt, bestehend aus ExpertInnen der Geschichts-, Rechts- und Politikwissenschaft,das im Rahmen der Republiksfeierlichkeiten die Einführung des allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts ohne Unterschied des Geschlechts vor 100 Jahren zum Anlass für ein Forschungs- und Ausstellungsprojekt nimmt.

Neben dem Kampf von Frauen um ihr Wahlrecht in der Monarchie fokussiert Frauenwahlrecht.at auf verschiedene Formen der politischen Partizipation von Frauen von der Ersten bis zur Zweiten Republik. Die Einführung des Frauenwahlrechts 1918 bildete einen Meilenstein in der Auseinandersetzung um Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern. Ungleichheiten in Recht, Politik und Zusammenleben wirken dennoch bis heute fort.

Die Ausstellung eröffnet mit Archivmaterial wie Parlaments- und Landtagsprotokollen, audiovisuellen Quellen und persönlichen Objekten vielfältige Perspektiven auf Motivationen, Erfahrungen und den Alltag von Frauen, die während der letzten hundert Jahre politisch agierten. Die Handlungsspielräume von Frauen – als Aktivistinnen, Wählerinnen oder Politikerinnen – werden ebenso in den Blick genommen wie das Staatsbürgerin Sein und wählen Gehen. Gezeigt werden darüber hinaus Ausschlüsse und Verfolgungen, aber auch die Teilhabe von Frauen während der Aussetzung des Wahlrechts im Austrofaschismus und Nationalsozialismus.

Die Ausstellung soll im Frühjahr 2019 im Volkskundemuseum Wien eröffnet werden, der Begleitband mit aktuellen Forschungsarbeiten erscheint Ende 2018.

Projektteam Frauenwahlrecht.at
KuratorInnen: Remigio Gazzari, Veronika Helfert, Corinna Oesch, Johanna Zechner
Projektleitung: Johanna Gehmacher, Gabriella Hauch, Maria Mesner
Wissenschaftliches Komitee: Birgitta Bader-Zaar, Elisabeth Holzleithner, Heidi Niederkofler, Birgit Sauer


Kontakt: info@frauenwahlrecht.at